Lebenszeichen und Kälte-Lifehacks

Dieser Beitrag als Audiofile:

Hallo ihr Lieben,

erst einmal eine kurze Info: Ich habe gerade nur sehr wenige Löffel, weil ich seit einigen Wochen einen Schub habe, dazu noch akut kränkle und auch mein Hund momentan Chemotherapie bekommt.
DANKE für die Blog-Kommentare und E-Mails der letzten Zeit- ich freue mich total und antworte auch auf alle, sobald ich kann.❤
Außerdem plane ich, an einem der kommenden Wochenenden auch mal wieder ein (nicht musikalisches) Video zu machen und freue mich jetzt schon darauf, das zu posten. „Lebenszeichen und Kälte-Lifehacks“ weiterlesen

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Blog-Eintrag zum Anhören: 

Eines der schwierigsten Dinge am Chronisch-Krank/beHindert-Sein ist für mich, einen Mittelweg zwischen Hoffnung und Resignation zu finden. Das wäre vermutlich sowieso schon alles andere als einfach, auch ganz ohne Input von anderen Menschen dazu. Dieser Input kommt aber ständig und erschwert die Sache extrem. Ratschläge wie: „Mach doch mal Yoga“, „Hast du schon Diät XYZ ausprobiert?“, „Geh doch mal mehr an die frische Luft.“ und ähnlicher – oft sehr übergriffiger – Schmu, den ich (und andere chronisch Kranke) regelmäßig höre mag zwar gut gemeint sein, hat aber dennoch keine angenehme Wirkung. „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ weiterlesen

(Don’t) Splain it to me, Baby!

Der Blog-Eintrag als Audiofile:

Gestern hab ich endlich etwas getan, was ich seit Monaten tun wollte: Meinen persönlichen Lieblings-Splaining-Song aufgenommen.

„Hä, was für ein Ding?“, denkst du jetzt vielleicht.
Splaining (Englisch „to explain“= erklären) ist, einer Person etwas ungefragt und auf überhebliche Art erklären.
Wenn du hier gelandet bist, ist es sehr gut möglich, dass du das gerade getan hast und ich oder irgendwer anders dir deswegen diesen Link geschickt hat.

Hier also erst einmal das Video (Untertitel auf deutsch und englisch sind mit drin).


(Im Original heißt es „King of Anything“ und ist von Sara Bareilles).

„(Don’t) Splain it to me, Baby!“ weiterlesen

Das Wundermittel

Video zum Beitrag (mit Untertiteln):

Das Wundermittel

Die Pharmalobby, Yoga-Lehrer_innen und Ärzt_innen dieser Welt sollten sich lieber warm anziehen, denn ich habe ein neues Wundermittel entdeckt. Na gut, das ist gelogen und lügen soll man nicht. Das Mittel ist nicht neu, ich habe schon sehr oft davon gehört, denn es wird mir regelmäßig empfohlen – und es ist tatsächlich auch eher umgekehrt: Es muss mich entdecken. Oder wir uns. Aber wenn ich es dann habe, wird meine Welt eine andere sein. „Das Wundermittel“ weiterlesen

Gedankliche Parties

Ich möchte dich heute gern mit auf eine Reise nehmen. Also…gedanklich, weil ich kein Geld habe und es für dieses Szenario auch angebrachter ist:
Stell dir vor, du verbringst Zeit mit einem lieben Menschen.
Wenn dir gerade keiner einfällt, nimm einfach irgendeine zufällige, dir sympathische, Person und wenn’s dir schwer fällt, dir IRGENDEIN Gesicht vorzustellen, nimm vielleicht das von Ruby Rose oder Justin Timberlake oder Jamie-Lee oder so.

Stell dir vor, ihr seid gerade dabei, eine Party vorzubereiten. Es kommen viele Menschen, die ihr gern mögt und lange nicht gesehen habt. Ihr freut euch beide sehr, aber ihr seid auch tierisch im Stress, weil irgendwas mit dem Rezept für die Häppchen nicht stimmte. Ihr musstet ganz viel wegwerfen, neu einkaufen und nochmal zubereiten und habt dadurch total viel Zeit verloren, die ihr dringend gebraucht hättet. „Gedankliche Parties“ weiterlesen

„Darf ich auf deine Brüste stehen?“

Es gibt ein paar Fragen, die mir cis Leute immer wieder in sehr ähnlicher Form stellen – meistens, wenn wir auf einer Flirt-Ebene Kontakt haben, manchmal aber auch einfach so, wenn’s um meine Geschlechtsidentität geht.
(Cis ist das Gegenteil von trans – cis sind also Menschen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, identifizieren.)
Ich schreibe die Fragen und meine Antworten darauf heute mal auf und hoffe, dadurch ein bisschen aufklären zu können.

„„Darf ich auf deine Brüste stehen?““ weiterlesen

Lernprozesse

Eineinhalb Monate liegt #behindernisse jetzt zurück – und ich habe dadurch ganz schön viel gelernt:

Ein bisschen was über Medien. Einige haben berichtet, ohne uns zu nennen. Andere haben uns genannt. Manche haben Menschen dazu interviewt, die mit der Entstehung des Hashtags nichts zu tun haben. Und manche haben tatsächlich mit uns gesprochen.
Eine Übersicht über die Medienberichte findet ihr hier. (Fettes Danke an Konrad und Dennis von rbb Radio Fritz, Thorsten von hr-info und Lena von Edition F. <3)

Achja: Dass es kaum zumutbare Schwerstarbeit sein muss, ein Twitterprofil zu lesen und Pronomina zu berücksichtigen, hab ich auch gelernt.
Danke an die, die mich nicht misgendert haben!

Vor allem – und darum soll’s hier eigentlich gehen – hatte ich aber ganz viele Möglichkeiten, meine eigenen Privilegien zu checken und meinen eigenen Ableismus zu reflektieren. „Lernprozesse“ weiterlesen

Zu #behindernisse.

Ich bin absolut begeistert darüber, wie schnell der Hashtag #behindernisse /#beHindernisse auf Twitter trendete und wie viele Menschen darunter über alltäglichen Ableismus berichten.

Um die Entwicklung  zu dokumentieren, schreiben wir ab jetzt auf www.be-hindernisse.org darüber.

Kurz zur Vorgeschichte:
Der Hashtag entstand aus einem Gespräch mit @Pajam_B und @CatInChief, Pajam_B hat auch hier einen Blog-Eintrag dazu geschrieben.

„Zu #behindernisse.“ weiterlesen

Wenn’s halt einfach doch nicht geht.

Ein kleiner Rant. (Oder so was in der Art.)
CN: (Internalisierter) Ableismus

Obwohl ich hier sehr offen schreibe und auch sonst offen mit meinen beHinderungen umgehe, gibt es etwas, das mir wirklich schwerfällt – und das ist, darüber zu schreiben, was internalisierter Ableismus mit mir macht.
Da genau das –die Schwierigkeit, darüber zu schreiben -aber Ausdruck davon ist, versuche ich es heute trotzdem. „Wenn’s halt einfach doch nicht geht.“ weiterlesen

Warum Nazis nicht dumm sind.

Oder:
Warum gegen Nazis sein auch Anti-Ableismus bedeutet

 

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr wichtig ist, vor dem ich mich aber lange „gedrückt“ habe, weil ich weiß, dass die Abwehrreaktionen darauf meistens am stärksten sind. Das ist total in Ordnung, so ging es mir selbst auch – und das, obwohl ich betroffen bin.
Es geht um Ableismus (=Behindertenfeindlichkeit).
„Hä? Was, ich hab nix gegen Behinderte!“, denkst du jetzt vielleicht. Und genau dann wäre es ABSOLUT GROßARTIG, wenn du diesen Eintrag bis zum Ende durchlesen würdest.❤

„Warum Nazis nicht dumm sind.“ weiterlesen