Porno, Baby!

Ich schreibe in diesem Beitrag teilweise sehr explizit über Sex.

Woohoo. ich hab ein neues Kreuz im Kalender. Konnte „Anschauen feministischer Pornos“ von meiner To do-Liste streichen!

Zur Vorgeschichte:
Vor einigen Tagen stolperte ich über einen Artikel mit der Überschrift Porn Watchers Think More Highly Of Women. Das überraschte mich, denn bisher war ich trotz meiner generell sexpositiven Einstellung der Ansicht, es wäre eher umgekehrt und Pornos würden sich weder auf das Frauen- noch auf das Männerbild besonders positiv auswirken.
Ich entschied also, dass es an der Zeit war, alte Glaubenssätze und Extrapolationen mal zu überprüfen und zu schauen, wie die aktuelle Studienlage zum Thema ist.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt so viele, dass ich nur einen Bruchteil davon lesen konnte und ich hatte keine Ahnung, wie sehr die unterschiedlichen Studien sich auch widersprechen.
Selbst die Ergebnisse der oben genannten Studie sind (nach eigener Aussage von Taylor Kohut, der sie durchgeführt hat) nicht weiter beachtenswert, da die Unterschiede minimal und wohl in der Durchführung der Studie begründet sind, wie in der Veröffentlichung nachzulesen ist.

Ziel der Studie war, zu schauen, ob ein Zusammenhang zwischen der Objektifizierung von Frauen in Sex-Szenen und einem allgemeinen schlechteren Frauenbild (in Bezug auf die Gleichberechtigung/Gleichstellung von Frauen) besteht. Dafür wurden Menschen, die innerhalb des letzten Jahres einen r-rated (!) Film gesehen haben, befragt, also einen Film, den Menschen, die jüngr als 17 sind, nur in Begleitung einer erwachsenen Person sehen dürfen. Die Fragen waren zum Beispiel, was sie von klassischer Rollenverteilung halten.

Nunja. Wer sexuelle und nicht-sexuelle Interaktion nicht trennen kann, hat sicherlich ein ganz anderes Problem. Wenn man voraussetzt, dass da ein direkter Zusammenhang besteht, müsste man ja auch annehmen, dass dominante BDSM-praktizierende Menschen davon ausgehen, dass sie anderen – oder zumindest submissiven – Menschen auch auf menschlicher Ebene überlegen sind.

Ein paar Ergebnisse meines Studien-Durchwühlens:

Das einzige, das ziemlich klar belegt ist, ist, dass man durch Pornokonsum abstumpft.
Neuronale Plastizität sorgt dafür, dass das Belohnungssystem weniger sensitiv auf entsprechende Reize reagiert und immer stärkere notwendig sind, damit ein Effekt entsteht. Kurz gefasst. Das sind Dinge, auf die sich Anhänger_innen der NoFap-Bewegung, die auf Pornokonsum und Masturbation verzichten, berufen.
Was aus der Zusammenfassung am Anfang auch noch hervorgeht: Jungs, die täglich Pornos schauen, interessieren sich mehr für besonders heftige und illegale Filme (logisch, wenn man die Belohnungszentrumssache bedenkt) und wollen das, was sie sehen, häufiger auch umsetzen. Auch irgendwie logisch, oder?
Einen Zusammenhang zwischen unbefriedigendem Sex in einer Beziehung, der Tendenz, typische Porno-Handlungen auszuführen und Internetpornokonsum gibt’s auch (ach nee). 😀

Die Ergebnisse von Studien darüber, ob durch den Konsum von Pornos mit Gewaltinhalten auch die Hemmschwelle für Vergewaltigungen sinkt, sind sehr unterschiedlich. Eine Studie kam beispielsweise zum Ergebnis, dass Menschen, die solche Filme anschauen, weniger depressiv und ängstlich sind, aber nach längerem Filmkonsum auch etwas weniger Mitgefühl mit (wohl weiblichen) Vergewaltigungsopfern haben.
Andere Studien wie die hier zeichnen aber ein ganz anderes Bild und können keinerlei Zusammenhang zwischen Pornokonsum und der Haltung gegenüber Frauen nachweisen.
Eine dänische Studie mit 688 Menschen, die regelmäßig Pornos schauen, besagt sogar, dass sich Pornokonsum nach Empfinden der Studienteilnehmer_innen positiv auf ihr Sexleben, ihre Einstellung zu Sex, ihre Wahrnehmung von Menschen mit anderen Geschlechtern und sogar auf ihre allgemeine Lebenseinstellung auswirkt. Spannend!

Wenn unterschiedliche Studien auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die Einstellung von Männern gegenüber Frauen angeht, so konnte jedenfalls durch keine einzige belegt werden, dass Frauen darauf trainiert werden, sich zu unterwerfen bzw. ihre Unterdrückung zu akzeptieren. Ich finde es durchaus wichtig, das festzuhalten.

Welche Auswirkungen Pornographie nun wirklich hat, scheint also eher eine Glaubensfrage zu sein.

Mir persönlich gefällt in den meisten (cis+hetero) Pornos weder die Darstellung weiblicher noch die männlicher Sexualität. Ich sehe da vor allem Frauen, die schon ununterbrochen stöhnen, wenn sie einen Penis nur sehen und deren Fokus beim Sex hauptsächlich darauf zu liegen scheint, wie sie bei dem, was sie tun, aussehen. WENN man denn ihr Gesicht sieht. Männer werden dafür wie Rammelböcke dargestellt, die außer vielleicht wiederholtem Grunzen keinen Ton von sich geben und natürlich dauergeil und immer bereit sind. Großes Kino.

Ich kann mir also durchaus vorstellen und meine auch, dass sich das auf die Vorstellung von Sex und sexueller Interaktion/sexuellen Bedürfnissen auswirkt.

Anmerkung: Ich schreibe im Folgenden größtenteils über cis hetero Menschen und schreibe das nicht jedes Mal dazu. 

Ich weiß von einigen Freunden, dass sie Orgasmen vortäuschen, weil Frauen ihrer Erfahrung nach einfach nicht damit klarkommen, wenn ein Mann nicht kommt, da in ihrem Kopf ist, dass das a) geschehen MUSS (weil er Mann ist) und b) dass der (cis)männliche Orgasmus auch generell das Ziel von Sex ist und alles andere so was wie ein Misserfolg.  Genau. Weil man als Frau ja weiß, dass Sex ohne Orgasmus generell immer scheiße ist. Nicht.

Mir sagen auch viele  Frauen, dass das stimmt und dass es sie schon in eine Krise stürzt, wenn ein Mann mal Erektionsschwierigkeiten hat, obwohl ich da wiederum von ganz vielen  Männern weiß, dass sie die ersten paar Male mit einer neuen Frau regelmäßig Probleme haben, was ich auch ziemlich logisch finde.
Ganz ehrlich: Was das angeht, bin ich wirklich froh, keinen Schwanz zu haben und unter diesem Druck zu stehen. So so viele Frauen scheinen wirklich davon auszugehen, dass Männer immer können und vor allem auch immer wollen und dass der Anblick einer Brust sie in jeder Lebenssituation in sofortige Exstase versetzt. So ein Bullshit! Nebenbei finde ich es auch total ätzend, dass Männer mit Erektionsproblemen als impotent bezeichnet werden und es als „einen hochbekommen“ bezeichnet wird. Ich würd mich ja bedanken, wenn mir jemand sagen würde „Werd doch jetzt gefälligst mal feucht!“ oder gar „Naja, sie_er hat’s halt nicht geschafft, ordentlich feucht zu werden…“

Umgekehrt gibt’s meiner Erfahrung nach nicht allzu wenige (Geschichten über) Männer, die meinen, es wäre total in Ordnung, den Kopf einer Frau einfach mal mit aller Gewalt nach unten zu drücken, ihr den Schwanz in den Hals zu rammen (Würgegeräusche scheinen ja inzwischen geil zu sein und „Facial abuse“ auch), beim Doggy Style einfach ein bisschen zu „verrutschen“ (ja, genau, scheiß auf Einvernehmlichkeit und darauf, ob was weh tut) oder die der Ansicht sind, mit Frauen, die nicht nach 2 Minuten Gefickt-Werden schon die ganze Nachbarschaft zusammenstöhnen und drölfzig (am besten vaginale) Orgasmen hatten, stimme irgendwas nicht.

Auch die Vorstellung, man müsse irgendein Programm abspielen und am besten innerhalb von 10 Minuten 20 Stellungen durch haben, bringe ich mit der Darstellung von Sexualität in Pornos in Verbindung.
Dass ausreichend Kerle der Ansicht sind, mit mir persönlich im Bett umgehen zu können wie mit einer Gummipuppe und mich ohne Absprache so herumbugsieren zu können, wie es ihnen gerade passt, übrigens auch. Dass ich ein Zwerg bin und das GEHT, heißt nicht, dass es in Ordnung ist, es einfach ZU TUN.

Ich finde es absolut erschreckend, wie viele Menschen allein von der Frage, ob sie sich eigentlich regelmäßig (auf STDs/STIs) durchchecken lassen oder wann sie das letzte Mal dafür beim Arzt waren, abgeturnt sind. Ich fänd’s gut, wenn ein normaler (!) Umgang mit solchen Themen einfach auch mal Einzug in Pornos finden würde.

Was mich persönlich allerdings ganz besonders nervt: Dass ich noch KEIN (!) Date mit einer Frau hatte, bei dem nicht innerhalb kürzester Zeit ein bis mehrere Kerle penetrant und auf schmierigste Art gestarrt haben. Und nein, wir haben da nicht gevögelt, es war auch kein Heavy Petting und es war auch von Seiten des Mannes kein Ab-Und-Zu-Mal-Rüberschauen. Es waren Sich-Zurücklehnen und mit schmierigem Grinsen auf dem Gesicht penetrant starren, wie wir Händchen halten und uns ab und zu küssen. Un.un.ter.bro.chen. Es hat sich sogar mal ein ganzer Tisch von Kerlen in einer Kneipe umgesetzt, um besser sehen zu können, nachdem der Wirt (cool wie er ist! ❤ ) davor dafür gesorgt hatte, dass der Blick auf uns verstellt war.

Diese Art von Male Gaze bringe ich durchaus mit Pornos und der allgemeinen Objektifizierung von Frauen in Verbindung – (aber auch hetero Frauen, die nur rumknutschen, um Kerle anzumachen und die diese Einstellung weiter fördern, nur um das nicht unerwähnt zu lassen. Find ich kacke).
Vielleicht ein bisschen auch die Tatsache, dass mir regelmäßig von fremden Männern oder auch Bekannten Ratschläge gegeben werden, wie ich mich doch in Videos aufreizender inszenieren könnte. Ungefragt, versteht sich. In Videos, in denen es absolut nicht um Sex geht – einfach nur, weil die Annahme da ist, dass alles, was ich tue, zum Ziel haben sollte, irgendwelche Typen aufzugeilen.

So viel also dazu. Trotz allem meine ich, dass halbwegs empathische und sexuell aktive Menschen dazu in der Lage sein sollten, zu begreifen, dass Pornos eben Pornos sind und nicht zwingend die Realität widerspiegeln.

Natürlich wollte ich dennoch wissen, ob das, was mich tendenziell stört, in feministischen Pornos anders ist und habe mir dazu ein paar Filme von Erika Lust angesehen.
Die ersten (Five Hot Stories For Her) fand ich ehrlich schlechter als so ziemlich alles, was ich davor je gesehen hatte. Man hört kein Stöhnen (das ist aber vielleicht ein persönliches Ding, denn meine Freundin, die mitgeschaut hat, hat’s beispielsweise nicht gestört), man sieht GAR KEINE Genitalien, wenig Gesicht, die Szenenwechsel sind für mich zu häufig und so viel Sex ist da nun auch nicht. Die Filme gehen alle jeweils etwa 11 Minuten. Als Porno hätte ich es von mir aus nun nicht bezeichnet.
Sie enthalten außerdem Aussagen wie „Meine Freundin verhält sich wie ein Mann. Sie hat alle Arten von Sex mit jedem, den sie will.“, furchtbare weitere Klischees über Männer, Schwule und Pizzaboten… und auch über Frauen. Beim spontanen Sex mit dem Pizzaboten wird kein Kondom verwendet, es läuft schnulzige Hintergrundmusik und NATÜRLICH hinterlässt er hinterher seine Nummer und verabschiedet sich von der Schlafenden mit einem Kuss auf die Stirn. Ist ja das, was alle Frauen wollen. OMG.
Meine Freundin, die mir den Film mitgebracht hatte, sagte aber, es sei der erste und der Rest sei besser. Ich hab also weiter geguckt und ich muss sagen: Es stimmt.

Gestört hat mich – neben der Tatsache, dass keine Kondome oder Dental Dams verwendet wurden –  lediglich, dass das meiste sich aus meiner Sicht dennoch sehr vor allem auf die Befriedigung des Mannes konzentriert hat (da kenne ich nicht-feministische Pornos, in denen das anders ist ^^) und die Befriedigung der Frau eher außen vor war.
Allerdings gab es auch Filme, in denen die Frau kommt und der Mann sich danach noch um sich selbst kümmert. Ähnliche Darstellungen fände ich absolut begrüßenswert, weil ein häufiges Bild aus meiner Sicht auch das ist, dass die Frau auch nach einem oder mehreren Orgasmen direkt weitermachen soll und kann, der Sex aber nach mit dem cismännlichen Orgasmus vorbei ist. Als hätten Männer nicht auch Zunge und Hände und als wären Frauen nach einem Orgasmus nicht auch mal fertig und überreizt.

Schon Life Love Lust ist jedenfalls besser als der erste. Auch XConfessions 3 ist recht schön (und da gibt’s sogar einen Schauspieler, der Kondome verwendet ;-)), aber vor allem XConfessions 2 kann und möchte ich hiermit wärmstens empfehlen.

Ganz im Gegensatz zu den vorherigen finde ich das Gros der XConfessions-Filme  heißer, schöner und sinnlicher als die meisten „normalen“ Filme, die ich kenne.
Kein Rumgesabber, keine dauernden (!) Nahaufnahmen von Genitalien, stattdessen atmosphärische Aufnahmen von der sexuellen Interaktion zweier (oder dreier) Menschen, von sexueller Spannung und auch mit schönen, für mich authentischen Darstellungen von Sex mit Machtgefälle. 😉

Auch die Menschen selbst finde ich deutlich ästhetischer als die in Standardpornos, weil sie greifbarer sind und weniger künstlicher aussehen UND dass im Lesbenporno auch mal eine eher androgyne Frau vorkommt, finde ich GROßARTIG.

Eine derartige Authentizität und das Gefühl, dass die Leute wirklich ehrlichen Spaß daran haben, miteinander umzugehen, kenne ich sonst nur von einigen Filmen von kink.com. Bei XConfessions zieht sich das (bis auf die Lesbenszene in Teil 3, die ich als sehr verkrampft empfinde) aber durch. Ich könnte nun noch eine Weile weiter schwärmen, aber ich hab schon so viel geschrieben und wirklich beschreiben lässt es sich ja sowieso nicht. Ich schließe also ab mit einer klaren Kaufempfehlung!

Falls ihr die Filme kennt, lasst mich total gern wissen, wie ihr sie findet und auch, wie ihr generell so zu Pornos steht!


Wie du vielleicht weißt, kann ich aufgrund meiner beHinderungen keiner „normalen“ Erwerbstätigkeit nachgehen und mich hier und in sozialen Netzwerken aktivistisch zu betätigen, ist quasi mein Job. Falls dir gefällt, was ich mache, und du mich und den Vierbeiner mit einem kleinen Betrag unterstützen möchtest, kannst du das zum Beispiel  über meinen Amazon-Wunschzettel, über Gynny oder über Patreon:-) Danke dir sehr! ❤

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45 Kommentare zu „Porno, Baby!

      1. Der satz davor war:

        „Auch finde ich es absolut erschreckend, wie viele Menschen allein von der Frage, ob sie sich eigentlich regelmäßig (auf STDs/STIs) durchchecken lassen oder wann sie das letzte Mal dafür beim Arzt waren, abgeturnt sind“

        Es war also nicht von Kondomen die Rede. Ich hatte es so verstanden, dass du wolltest, dass die Schauspieler vorher mal etwas über Geschlechtskrankheiten reden.

        Aber tatsächlich stören mich Kondome optisch auch. Wie jemand über ein Stück Gummi leckt ist aus meiner sicht weit aus weniger anregend als bei Haut. Zumal sich ein Blowjob mit Kondom eben einfach auch schlechter anfühlt

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      2. :,-D Naja. Ich finde ein „Bist du gesund?“ wäre jetzt auch keine furchtbare Frage. Du schon?
        Dazu muss man sich ja nicht ausführlich über Krankkeiten unterhalten. Ich finde, das würde schon reichen, um das zumindest mal in die Köpfe zu bringen.
        Meiner Erfahrung im realen Leben nach ist eben selbst die einfache Frage „Wann hast’n du dich das letzte Mal testen lassen?“ schon zu viel für viele Menschen.
        Oder der Anblick von Kondomen oder die Bitte, eins zu verwenden. Find ich ganz schlimm. Solche Reaktionen turnen MICH dann wiederum ab. 😀

        Mich turnen auch Rumgesabber und ewiges Rumgesaue mit Sperma oder Finger, die in einen Mund gesteckt werden, deutlich mehr ab als der Anblick von Kondomen. Dass sich das nicht toll anfühlt, glaub ich. Schmeckt ja auch nicht unbedingt gut. Insofern verzichte ich persönlich halt auch lieber auf Oralsex oder überhaupt Sex mit Menschen, die sich nicht regelmäßig durchchecken lassen und auf Krankheitsprophylaxe achten. 😀
        Aber klar, ich hab keinen Schwanz und stelle mir in dem Moment natürlich auch nicht vor, wie sich das für mich als Empfänger anfühlt.

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      3. „:,-D Naja. Ich finde ein “Bist du gesund?” wäre jetzt auch keine furchtbare Frage. Du schon?“

        Aus meiner Sicht machst du da etwas, was die meisten nicht wollen: Einen Zweck über das eigentlich Ziel von Pornos mit in diese hineinbringen, weil du es für wichtig hältst Leute zu erziehen.

        Pornos sind aber ein Geschäft, sie sollen erregen. Und der Produzent stellt sich erst einmal die Frage „erregt diese Frage meine Zuschauer?“ die Antwort lautet aus meiner Sicht nein. Wenn ich mich zu einem Porno befriedige, dann möchte ich nicht über Geschlechtskrankheiten nachdenken.
        Ich finde es auch ansonsten nicht wichtig, weil den meisten Leuten vollauf bekannt ist, dass man bei Sex Geschlechtskrankheiten bekommen kann.
        Also Awareness um der Awareness willen aus meiner Sicht. Die einzigen Leute, die das tatsächlich sehen wollen brauchen es erst recht nicht (oder meinst du, du würdest die Lektion brauchen?)

        „Dazu muss man sich ja nicht ausführlich über Krankkeiten unterhalten. Ich finde, das würde schon reichen, um das zumindest mal in die Köpfe zu bringen.“

        Wie hilft das beim wichsen?

        „Meiner Erfahrung im realen Leben nach ist eben selbst die einfache Frage “Wann hast’n du dich das letzte Mal testen lassen?” schon zu viel für viele Menschen.“

        Im privaten ist es auch etwas anderes. da kann natürlich jeder Fragen, wie er möchte. ist ja sein Körper und sein Risiko.
        Aber hier geht es um eine Phantasie. Ich will ja auch in Aktionfilmen nicht jedesmal Ausführungen zu waffensicherheit oder zusehen, wie der Held sich realistisch verletzt und nässende Verbände wechselt.

        „Oder der Anblick von Kondomen oder die Bitte, eins zu verwenden. Find ich ganz schlimm. Solche Reaktionen turnen MICH dann wiederum ab. :-D“

        Ich würde einen ONS auch nicht ohne Kondom machen, aber das können die Schauspieler ja auch gerne klären, wenn ich noch nicht zusehe.

        „Mich turnen auch Rumgesabber und ewiges Rumgesaue mit Sperma oder Finger, die in einen Mund gesteckt werden, deutlich mehr ab als der Anblick von Kondomen.“

        Dann musst du ja auch nicht solche Filme schauen. Allerdings scheint das immerhin die Zuschauer anzusprechen, es ist ja kein Handeln für eine eigentlich ganz andere Agenda oder ein Erziehen.

        Ich finde diesen „Alles ist politisch, deswegen müssen auch Pornos erziehen“-Ansatz, den ich dahinter sehe, schlecht. natürlich, wer das gerne sehen möchte, der soll sich das anschauen, jedem das seine. auch wenn ich es nicht verstehe, warum man in solchen Bereichen per se eine politische Botschaft braucht.

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      4. „Wenn ich mich zu einem Porno befriedige, dann möchte ich nicht über Geschlechtskrankheiten nachdenken.“
        Ja. Weil es eben ein Thema ist, das totgeschwiegen wird und irgendwas „Schmutziges“ hat. Eben deswegen fände ich es wichtig, dass das normaler wird.
        Ich glaube nämlich schon, dass das (Problem damit) auch Konditionierung ist.

        „Im privaten ist es auch etwas anderes. da kann natürlich jeder Fragen, wie er möchte. ist ja sein Körper und sein Risiko.“
        Dass so viele Leute damit nicht klarkommen, hat aber eben m.E. schon damit zu tun, dass ungeschützter Sex ohne Unterhaltungen darüber als „normal“ dargestellt wird.
        Wenn’s normal wäre, dass das (auch in Pornos) thematisiert wird, würd’s mit Sicherheit auch deutlich weniger Menschen abturnen.

        „Aber hier geht es um eine Phantasie. Ich will ja auch in Aktionfilmen nicht jedesmal Ausführungen zu waffensicherheit oder zusehen, wie der Held sich realistisch verletzt und nässende Verbände wechselt.“
        Das sind aber auch Situationen, in die die meisten Menschen im realen Leben eher seltener kommen. 😀

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      5. „Ja. Weil es eben ein Thema ist, das totgeschwiegen wird und irgendwas „Schmutziges“ hat. Eben deswegen fände ich es wichtig, dass das normaler wird.“

        Du bestätigst, dass es nicht anregend ist und willst es dennoch in einem Medium unterbringen, dass sich genau darüber verkauft.
        warum eigentlich in pornos?
        Reichen da diverse andere Kampagnen nicht? Warum muss das gerade in einer Phantasie getont werden?
        und: Wie sehr interessiert dich der Raubkopierhinweis auf DVDs?

        „Ich glaube nämlich schon, dass das (Problem damit) auch Konditionierung ist.“

        Und warum soll das Pornohersteller interessieren?
        Ich glaube das im übrigen nicht. Die Leute sind sich schon bewußt, dass das gefährlich ist, sie ignorieren es nur, weil es sich eben besser anfühlt.
        (zumal es paradoxerweise ja bei einer Frau, die nachfragt, vielleicht sogar eher ignoriert werden kann, da sie ja sehr drauf zu achten scheint, aber das ist eine andere Sache)

        „Dass so viele Leute damit nicht klarkommen, hat aber eben m.E. schon damit zu tun, dass ungeschützter Sex ohne Unterhaltungen darüber als „normal“ dargestellt wird.“

        Also ich kenne es eigentlich nur so, dass man bei ONS Kondome nimmt. Da bin ich noch nie auf Probleme gestoßen. Zumal bei einer relativ unbekannten Frau auch unbekannt ist, wie gründlich sie nun genau verhütet.

        „Wenn’s normal wäre, dass das (auch in Pornos) thematisiert wird, würd’s mit Sicherheit auch deutlich weniger Menschen abturnen.“

        Ich denke eher, dass Krankheiten uns immer abturnen (evolutionsbiologisch ja auch leicht nachvollziehbar). und wenn es die Leute nicht mehr abtörnt, daran zu denken, dann eben weil sie abgestumpft sind.
        Wenn die Frage gewohnheit wird, dann denken die Leute nicht mehr drüber nach, sondern antworten eben einfach, dass sie sich immer testen lassen und alles okay ist.

        „Das sind aber auch Situationen, in die die meisten Menschen im realen Leben eher seltener kommen. :-D“

        Die meisten Pornosituationen sind ja auch nicht gerade typisch. oder ziehst du jeden Pizzaboten in deine Wohnung?
        Die meisten Leute haben Sex in ihren Beziehungen und vielleicht daneben noch irgendwie was, wo sie mit einem Bekannten schlafen, weil beide was getrunken haben.
        Die, die regelmäßig einfach so sex haben, wissen auch, dass man sich da anstecken kann.
        Ich glaube nichts, dass Gespräche dieser Art da viel bringen würden.

        Aber Pornoproduzenten werden sie eh nicht einbauen.

        Wie gesagt: ich bin überzeugt davon, dass die einzigen, die Pornos mit solchen Hinweisen wollen, die sind, die eh immer super Aware sind. Man macht damit nicht die Welt besser sondern es ist eher was für einen selbst.

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      6. „Du bestätigst, dass es nicht anregend ist und willst es dennoch in einem Medium unterbringen, dass sich genau darüber verkauft.“
        Nee. Ich finde es überhaupt nicht abturnend, weil es für mich total normal ist, das zu fragen und darüber zu sprechen. Ich sehe nur, dass viele andere Menschen das anders empfinden.

        „Also ich kenne es eigentlich nur so, dass man bei ONS Kondome nimmt.“
        „Man“. 😀 Ja, du vielleicht. Mir sind schon ausreichend Kerle begegnet, die meinen, ein Kondom wäre nur nötig, wenn die Frau die Pille nicht nimmt/keine Spirale/kein Stäbchen hat und umgekehrt natürlich auch Frauen, die das so sehen.

        „Die meisten Leute haben Sex in ihren Beziehungen und vielleicht daneben noch irgendwie was, wo sie mit einem Bekannten schlafen, weil beide was getrunken haben.“
        Ja. Nur schützt es halt nicht vor Ansteckung, dass man sich bereits über einen Zeitraum X kennt. ^^

        „(zumal es paradoxerweise ja bei einer Frau, die nachfragt, vielleicht sogar eher ignoriert werden kann, da sie ja sehr drauf zu achten scheint, aber das ist eine andere Sache)“
        Das finde ich dann allerdings einen sehr egoistischer Gedankengang, da gerade die (Cis-)Frau ja ein höheres Risiko hat, sich anzustecken.

        „warum eigentlich in pornos?“
        Um die positive Verknüpfung zu schaffen. 😉 Das geht mit Kampagnen halt nicht so einfach.

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      7. „Nee. Ich finde es überhaupt nicht abturnend, weil es für mich total normal ist, das zu fragen und darüber zu sprechen. Ich sehe nur, dass viele andere Menschen das anders empfinden.“

        Ja, aber „viele andere Leute“ ist eben der wesentliche Kundenkreis.

        „“Man”. 😀 Ja, du vielleicht. Mir sind schon ausreichend Kerle begegnet, die meinen, ein Kondom wäre nur nötig, wenn die Frau die Pille nicht nimmt/keine Spirale/kein Stäbchen hat und umgekehrt natürlich auch Frauen, die das so sehen.“

        Tatsächlich ist die Ansteckungsgefahr auch tatsächlich relativ niedrig bei den meisten gefährlicheren Krankheiten. Bei AIDS zB ist die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken erstaunlich gering.
        Dennoch würde ich das aus Prinzip machen. Einmal wegen potentieller Ansteckung und dann eben auch zur Verhütung. Da bleibt einem als Mann bei einem ONS ja nichts anderes.

        „Ja. Nur schützt es halt nicht vor Ansteckung, dass man sich bereits über einen Zeitraum X kennt. ^^“

        Das ist richtig. Aber bei Exklusivität ist die Gefahr einer Ansteckung eben quasi nicht vorhanden. Und das ist ja das am häufigsten praktizierte Beziehungsmodell (zumindest offiziell).

        „Das finde ich dann allerdings einen sehr egoistischer Gedankengang, da gerade die (Cis-)Frau ja ein höheres Risiko hat, sich anzustecken.“

        Richtig. Aber ich vermute mal, dass ist den Leuten, die es in dem Fall ohne Kondom machen relativ egal.
        Ich glaube eben nicht, dass sie da nicht aufgeklärt sind. Sie gehen das Risiko einfach ein, weil es sich besser anfühlt.

        „Um die positive Verknüpfung zu schaffen. 😉 Das geht mit Kampagnen halt nicht so einfach.“

        Hast du eine positive Verknüpfung zu Urheberrechten entwickelt, weil es entsprechende Hinweise gibt?
        Aber mal andersrum:
        Warum sollten das Hersteller machen? Warum sollte ihnen diese Erziehung wichtig sein?
        und meinst du, dass Leute, die feministische Pornos schauen, diese Verknüpfung brauchen?

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    1. „Das ist richtig. Aber bei Exklusivität ist die Gefahr einer Ansteckung eben quasi nicht vorhanden. Und das ist ja das am häufigsten praktizierte Beziehungsmodell (zumindest offiziell).“
      Ja. 😀 Das „Offiziell“ ist das eine Problem (ist ja schon so, dass alle Studien dazu zeigen, dass es sehr sehr häufig eben überhaupt nicht so exklusiv ist wie gedacht) und dann eben, dass auch die Leute häufig nicht drüber quatschen. Das läuft dann irgendwie so „Wir sind ja jetzt schon eine Weile zusammen, da kann man das Kondom (Dental Dams benutzt ja eh keiner) ja weglassen.“ – einfach mal so ohne vorherigen Test. Völlig bescheuert aus meiner Sicht. 😀

      „Hast du eine positive Verknüpfung zu Urheberrechten entwickelt, weil es entsprechende Hinweise gibt?“
      Ich masturbiere normalerweise nicht auf Urheberrechtserklärungen. ;-D

      „Warum sollten das Hersteller machen? Warum sollte ihnen diese Erziehung wichtig sein?
      und meinst du, dass Leute, die feministische Pornos schauen, diese Verknüpfung brauchen?“
      Aus oben genanntem Grund. Ist mir aber schon auch klar, dass das denen Latte sein wird, dazu gibt’s zu viele Berichte von Pornodarsteller_innen, die dazu genötigt wurden, sogar erkrankte Menschen ungeschützt zu vögeln. Könnte man aber auch einfach gesetzlich regeln. 😀
      Mir geht’s dabei nicht speziell um feministische Pornos, sondern Pornos allgemein.

      „Abseits dessen habe ich übrigens auch Artikel zu Pornos,“
      Danke, ich les gleich mal. 🙂

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  1. Nicht nur Latexhandschuhe, sondern auch Kondome sind bei mir positiv verknüpft. Sie sind immer ein Zeichen dafür, dass es feucht und heiß wird … Ob Finger, Dildo oder lange Clit – stets kommt es auf die Person an sich die damit andockt.
    PorYes, ja, ich weiß noch nicht und lasse das offen. Ich habe schon ein verfickt-anstrengendes WE hinter mir und die Aussicht auf noch so eines bereitet mir spontan weiche Knie.
    Immerhin werde ich am 30. 10. bei Laura im Salon Cuntra anbieten … also selbst wenn ich nicht hingehe, hängt der Himmel voller, ähm, ja, Mösen.

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  2. Roosh zitiere ich ja nur ungern, aber seine Erklärung der Bedeutung des weiblichen Orgasmus ist einfach richtig:

    Wenn Frauen über Nacht die Fähigkeit zum Orgasmus verlieren würden, dann wäre das zwar sehr schlecht für die Dildo-Industrie, aber ansonsten würde sich auf der Welt nichts Wesentliches ändern. Wenn Männer dagegen über Nacht die Fähigkeit zum Orgasmus verlieren würden, dann stünde die Menschheit vor dem Aussterben. Mindestens würde die Menschheit gewaltig schrumpfen, mit entsprechenden Auswirkungen für die Wirtschaft.

    Und weil Euch das bestimmt wieder zu provokant ist: In der Praxis habe ich mal einer Frau erklärt, sie müsse mir keinen Orgasmus vorspielen (das ging mir nämlich auf den Sack), mir sei das scheiss egal. Und siehe da, ohne den Leistungsdruck unbedingt einen Orgasmus haben zu müssen, ging das dann auch viel leichter.

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    1. Der einzige Punkt, der mich daran stört, ist, dass es auch durchaus Orgasmen ohne Ejakulation und eben auch Ejakulation ohne Orgasmus gibt.
      Abgesehen davon meine ich, dass Menschen wohl auch weiterhin Sex haben würden, wenn sie nicht orgasmusfähig wären. ^^ Es ist ja immerhin nicht nur der Orgasmus, der Sex schön oder geil macht.

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  3. Deinen Absatz über männliche Pornodarsteller kann ich total unterschreiben: Entweder man sieht sie überhaupt nicht (und wenn man sie mal kurz sieht, dann wünscht man sich fast, man hätte nicht, wo haben die die Typen bloß her?) und sie sind zumeist irgendwelche rammelnde Unterleiber, die fast nichts, außer mal „aaargh“ oder „Uj yeah“ von sich geben. Insofern finde ich „feministische Pornos“ schon sehenswert, weil man da auch mal mehr von den Männern sieht und die tatsächlich auch nenneswerte Reaktionen zeigen (oder gleich Schwulenpornos).

    Kondompflicht? Unbedingt!

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    1. Ja, genau! Wenn man sie mal sieht, also ihr Gesicht, sind die meistens einfach kein bisschen attraktiv! Die meisten in den Lust-Pornos dagegen haben echt Ausstrahlung.
      Schwulenpornos hab ich noch fast nie gesehen, aber die 2,3, die ich kenne, fand ich nicht schlecht.
      Was ich mich übrigens auch gerade frage: Gibt’s Masturbationspornos mit cis Männern (oder trans Frauen)? Hab ich noch nie gesehen! Welche mit cis Frauen und trans Männern schon, aber irgendwie keine von Menschen mit Biopenis. Interessant.

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      1. Ich habe auch den Eindruck, die nehmen über Jahrzehnte immer dieselben Männer und die Frauen werden andauernd „ausgewechselt“ und sind maximal 25. Deswegen ist in den mainstream-Dingern die Kombi 50-Jähriger und 19-Jährige eher üblich. Finde ich nicht so attraktiv.

        „Gibt’s Masturbationspornos mit cis Männern.“

        Naja, ich kenn nur ein paar so private Dinger (also der üblichen Seiten), die sind aber meist nicht so toll, total kurz und die Männer allenfalls lala.

        So gut bin ich in dem Thema auch nicht drin ;-). Aber wenn du was findest, sag Bescheid ;-).

        Kennst Du den Film „Venus Boyz“? Hat jetzt nichts mit Porno zu tun, aber die sind einfach meistenteils total schnuckelig. Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist Du eher auf cis-frauen und Transmänner, oder ? Bei mir ist es genau umgekehrt.

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      2. Ha, den kannte ich nicht, danke für den Tipp! 🙂
        Ja, genau, das find ich manchmal auch ein bisschen gruselig – die Frauen sehen teilweise aus als wären sie noch minderjährig und die männlichen Darsteller könnten locker deren Väter sein.

        Mach ich! 😀 Mir fiel auch nur nebenbei auf, dass ich das noch nie irgendwo gesehen habe. Direkt gesucht hab ich noch nie. 😀

        Genau. 🙂 Generell zwar pansexuell, aber eine Tendenz zu cis Frauen und trans Männern ist trotzdem da, v.a. wenn’s ums Anschauen geht. 😀

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      3. Pansexuell les ich in letzter Zeit immer öfter. Wahrscheinlich bin ich einfach total altmodisch (katholisch und so 😉 ) aber irgendwie ist mir persönlich mein klassisches „bisexuell“ näher, auch wenn es nicht völlig trifft (weil ich eben auch Transmänner total attraktiv finde).

        Ich bin neugierig, wieso das in letzter Zeit vermehrt auftaucht. Magst Du mir was dazu schreiben? irgendwie versteht jeder den Sinn von „bi“ aber „pan“ müsst ich umständlich erklären. Und es gibt dann wahrscheinlich wieder massenweise Leute, die das mit „Pan“ (also dem Gott) assozieren und denken, ich will ihnen vermitteln, dass ich alles bespringe, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Dabei stimmt das bei mir einfach gar nicht, im Gegenteil und es ist mir schon unangenehm, wie manche das entweder negativ auffassen oder mir hinterhergeiern (weil Bi-Frau und die macht es ja quasi mit allen ^^). Bei „Pan“ hätte ich Angst, dass sich das noch verstärkt. Darum würde mich deine Sichtweise dazu interessieren.

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      4. Klar 🙂 Ich hab hier https://hirngefickt.wordpress.com/2015/07/25/das-hirn-fickt-mit/ schon einiges dazu geschrieben. 🙂

        Die Vorurteile find ich tatsächlich in Bezug auf das Wort „bisexuell“ schlimmer. 😀 Ich hab, um ehrlich zu sein, auch meine eigenen, weil ich schon so oft Frauen begegnet bin, die das nur sagen, um Männer aufzugeilen. 😀

        Nur, weil ich auch auf Menschen, die trans sind, stehe, würde ich „pan“ nicht verwenden – das würde ja implizieren, dass trans Menschen keine „richtigen“ Frauen und Männer sind und deswegen extra genannt werden müssen.
        Ich erwähne bspw. in Online-Profilen auch häufig explizit, dass ich mich über Nachrichten von cis wie trans Menschen gleich freue, weil es ja leider doch recht viele transphobe Menschen gibt, aber ich find’s seltsam, wenn jemand nur auf Männer und Frauen „steht“, wenn die cis sind. 😀 Das ist für mich dann keine sexuelle Orientierung, sondern einfach pure Transphobie.
        Was mich an „bi“ auch stört, ist, dass die meisten Menschen davon ausgehen, dass eben cis Männer und Frauen gemeint sind, obwohl bisexuell ja „eigentlich nur“ bedeutet, dass man aufs eigene und ein weiteres Geschlecht bzw. eine weitere Geschlechtsidentität steht. Das könnte theoretisch ja auch irgendwas Nichtbinäres sein. Also selbst, wenn ich nur auf zwei soziale Geschlechter stehen würde, würde ich vermutlich „polysexuell“ verwenden, damit Leute das nicht einfach ohne es zu hinterfragen hinnehmen und annehmen, dass ich auf cis Männer und Frauen stehe, sondern kurz nachdenken/nachfragen müssen. 😀

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      5. „das würde ja implizieren, dass trans Menschen keine “richtigen” Frauen und Männer sind und deswegen extra genannt werden müssen.“

        Oje, nein. das wollte ich nicht ausdrücken. Aber z. B. finde ich auch Frauen attraktiv, die eben mit den Rollen spielen, aber auch Männer, die das tun (sexiest man on earth „Eddie Izzard“) und sich aber grundsätzlich eher als cis-frau / -mann mit bestimmten Vorlieben definieren.

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      6. 🙂 Dich persönlich meinte ich jetzt auch gar nicht, das war nur so allgemein gesprochen. 🙂

        Eddie Izzard war mir bisher gar kein Begriff. Ist ja spannend – ich wusste tatsächlich nicht, dass es Guydykes auch im wahren Leben gibt. 😀 Das kannte ich nur aus L Word. Jetzt hab ich gleich auch noch was über Girlfags gelernt. Ha.

        Ich hab gerade mal die Beschreibung von „eyes of desire“ gelesen, das klingt interessant! Gesehen hab ich den aber noch nie. 😀 „Deep Throat“ klingt nun wirklich auch nicht nach einem Film, der mich interessieren könnte. 😀

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      7. „Ich hab, um ehrlich zu sein, auch meine eigenen, weil ich schon so oft Frauen begegnet bin, die das nur sagen, um Männer aufzugeilen. “

        Dazu muss ich noch was sagen. Also Frauen, die das sagen, um Männer anzumachen kenne ich jetzt nicht. Aber ich verstehe total, warum wir in der lesbischen Community so einen schlechten Ruf haben und so oft „no bi“ in Kontaktanzeigen steht. Weil es immer wieder Pärchen gibt, bei denen die Frau tatsächlich oder eben nicht bi ist und die ernsthaft lesbische Frauen anschreiben wegen „Seitensprung“ bei dem der Mann zusehen kann oder auch nur als „legalen“ Seitensprung. Dass lesbische Frauen auf sowas gar nicht stehen, dürfte einem Blinden mit Krückstock klar sein. ich frage mich, wie doof man sein kann.

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  4. Und nochmal ich, sorry für das Zugespamme deiner Kommentarfunktion: Kennst Du das Buch „X – Porno für frauen“ von Erika Lust?
    Da gibt es auch Tipps. Manche sind scheiße (Deep Throat – Echt jetzt? warum nicht gleich „American Pie“) andere gut (eyes of desire, kennst du den?).

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    1. Gar kein Thema, dafür gibt’s die ja! 😀
      Das Buch hab ich nie gelesen… mich hat das Pink gestört und, dass in irgendeiner Rezension steht, dass sie zwischem (schlechtem) „Männerporno“ und „Porno für Frauen“ unterscheidet. Das war für meinen Geschmack schon wieder zu sexistisch, aber wenn du sagst, dass das gut ist, kommt das doch mal auf meine Liste bisher ungelesener Bücher. 😀

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      1. In Teilen gut und schon lesenswert. Sie empfiehlt eigentlich viel „Männerpornos“, allerdings eher die alten. Teilweise greift sie damit auch ins Klo, also bei „Deep Throat“ wie gesagt, musste ich echt lachen, so ein Käse, die Klitoris im Hals, das ist echt „american pie“. Aber teilweise auch gut (den besten fand ich „eyes of desire“ aber das mag Geschmackssache sein).

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      2. Mein persönlicher Lieblingsfilm aus dieser Zeit ist The Opening of Misty Beethoven.

        Zur Kondomdebatte stelle ich fest, dass es neben „ich mach’s mit jeder ohne“ und „wie kann man nur ohne“ auch noch Menschen geben soll, die sich bewusst(!) entscheiden, „ohne“ Sex zu haben – weil Verhütung abgehakt ist, man sich über die sexuelle Vorgeschichte lang und breit ausgetauscht und ggf. beim Doc vergewissert hat – und sich einig ist, dass es die Dinger objektiv nicht braucht.

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      3. Selbstverständlich gibt es die. 🙂 Ich meine (hab’s jetzt nicht mehr genau im Kopf), dass ich auch nicht von allen Menschen geschrieben habe, sondern nur von häufigen Beobachtungen. 🙂

        Ha, ich hab eben mal bei Wikipedia geschaut. „Der Film ist gekennzeichnet durch stetige sexuelle Handlungen verschiedener Personen, die neben der eigentlichen Handlungen stattfinden. So werden nahezu durchgängig Männer gezeigt, die von Frauen – häufig Prostituierten oder Dienstmädchen – oral oder mit der Hand befriedigt werden.“ klingt spannend. 🙂 Danke für den Tipp!

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      1. Sorry, dass ich jetzt erst antworte – irgendwie macht WordPress bei mir heute seltsame Dinge. 😀

        Buck Angel mag ich total! Pornos mit ihm hab ich noch keine gesehen, aber ich kenne ihn aus einigen Videos über trans und finde ihn mega sympathisch!

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      2. Macht doch nichts, Du musst doch nicht immer gleich antworten ;-).

        „finde ihn mega sympathisch“

        Er hat so ein niedliches Lächeln und so wunderwunderschöne Augen. *schmacht* – ich glaube, ich bin verliebt :-).
        Bisher kannte ich ihn noch nicht, aber Transmänner sind einfach schon immer mein Fall, da kann ich nicht gegen an ;-).

        Die Filme, die ich gesehen habe, sind teilweise super, teilweise auch etwas strange, aber echt besser als der Normalporno (schonmal alleine, weil er 100x besser aussieht, als die üblichen Darsteller).

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    1. Waaah, ich seh jetzt erst, dass ich dich noch gar nicht geantwortet hatte!
      Ich finde, er hat total auf cis Macker gemacht, eher noch schlimmer als so in den 0815-Billigpornos und die Darstellung hat mir gar nicht gefallen. Aber ich werde weiter suchen! 😀

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