Zu #behindernisse.

Ich bin absolut begeistert darüber, wie schnell der Hashtag #behindernisse /#beHindernisse auf Twitter trendete und wie viele Menschen darunter über alltäglichen Ableismus berichten.

Um die Entwicklung  zu dokumentieren, schreiben wir ab jetzt auf www.be-hindernisse.org darüber.

Kurz zur Vorgeschichte:
Der Hashtag entstand aus einem Gespräch mit @Pajam_B und @CatInChief, Pajam_B hat auch hier einen Blog-Eintrag dazu geschrieben.

Der Name kommt von @HairyMonoceros.

und @MikaMurstein machte sofort und als erste Person nach der Entstehung darauf aufmerksam.

Was wir nicht wussten: Es gibt auch behindernisse.de  – einen Blog zu Barrierefreiheit mit dem gleichen Namen, gestartet von Birgit Brink. Hier schreibt sie über sich, ihre Geschichte und ihre Motivation, zu bloggen und hier darüber, was ihre Gedanken zum Hashtag sind.

Ursprünglich war der Gedanke, speziell über die Dinge schreiben, die wir aufgrund vieler verletzender Reaktionen im Vorfeld vermeiden. Aufgrund der Zeichenbegrenzung bei Twitter gingen viele Menschen (mich eingeschlossen) sehr schnell dazu über, nicht die Konsequenz daraus, sondern das beHindernde Verhalten von anderen Menschen, Behörden, etc zu nennen. Hier ein paar Beispiele und noch ein Artikel dazu:

Auch die Frage, ob die eigenen Einschränkungen überhaupt „schlimm genug“ sind, tauchte häufiger auf. Aus meiner Sicht ist auch das ein großer Teil von beHinderung und (internalisiertem) Ableismus – ich kenne keine_n beHinderte_n, die sich das nicht immer wieder fragen.

Dank @marthadear und anderen verbreitete sich der Hashtag sehr schnell und wurde von so vielen Menschen genutzt, dass er gestern bereits über 10 Stunden trendete.

Ich bin sehr sehr dankbar dafür, dass solche Dinge auf Twitter möglich sind und dass Menschen regelmäßig über Ableismus schreiben. Bevor ich auf Twitter war, fehlten mir selbst die Worte dafür, zu beschreiben, was mir immer wieder passierte. Es hat sich jedes Mal schlecht angefühlt, aber ich hatte einfach kein Wort dafür. Es ist sehr beruhigend, einerseits zu sehen, dass es nicht an mir liegt, dass ich nicht alleine damit bin und dass es anderen Menschen auch so geht und gleichzeitig auch, dass nicht-beHinderte Menschen sich in dem Bereich reflektieren und sensibilisiert werden.

Danke an alle, die seit gestern unter #beHindernisse twittern und lesen!

Übrigens: MikaMurstein kann für Vorträge über Ableismus gebucht werden! Fragt doch mal auf Twitter an!

Und an/über die Arschlöcher, die den Hashtag kapern wollen, bleibt nur zu sagen:


Wie du vielleicht weißt, kann ich aufgrund meiner beHinderungen keiner „normalen“ Erwerbstätigkeit nachgehen und mich hier und in sozialen Netzwerken aktivistisch zu betätigen, ist quasi mein Job. Falls dir gefällt, was ich mache, und du mich und den Vierbeiner mit einem kleinen Betrag unterstützen möchtest, kannst du das zum Beispiel  über meinen Amazon-Wunschzettel, über Gynny oder über Patreon:-) Danke dir sehr! ❤

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6 Kommentare zu „Zu #behindernisse.

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