Lernprozesse

Eineinhalb Monate liegt #behindernisse jetzt zurück – und ich habe dadurch ganz schön viel gelernt:

Ein bisschen was über Medien. Einige haben berichtet, ohne uns zu nennen. Andere haben uns genannt. Manche haben Menschen dazu interviewt, die mit der Entstehung des Hashtags nichts zu tun haben. Und manche haben tatsächlich mit uns gesprochen.
Eine Übersicht über die Medienberichte findet ihr hier. (Fettes Danke an Konrad und Dennis von rbb Radio Fritz, Thorsten von hr-info und Lena von Edition F. <3)

Achja: Dass es kaum zumutbare Schwerstarbeit sein muss, ein Twitterprofil zu lesen und Pronomina zu berücksichtigen, hab ich auch gelernt.
Danke an die, die mich nicht misgendert haben!

Vor allem – und darum soll’s hier eigentlich gehen – hatte ich aber ganz viele Möglichkeiten, meine eigenen Privilegien zu checken und meinen eigenen Ableismus zu reflektieren. „Lernprozesse“ weiterlesen

Zu #behindernisse.

Ich bin absolut begeistert darüber, wie schnell der Hashtag #behindernisse /#beHindernisse auf Twitter trendete und wie viele Menschen darunter über alltäglichen Ableismus berichten.

Um die Entwicklung  zu dokumentieren, schreiben wir ab jetzt auf www.be-hindernisse.org darüber.

Kurz zur Vorgeschichte:
Der Hashtag entstand aus einem Gespräch mit @Pajam_B und @CatInChief, Pajam_B hat auch hier einen Blog-Eintrag dazu geschrieben.

„Zu #behindernisse.“ weiterlesen

Wenn’s halt einfach doch nicht geht.

Ein kleiner Rant. (Oder so was in der Art.)
CN: (Internalisierter) Ableismus

Obwohl ich hier sehr offen schreibe und auch sonst offen mit meinen beHinderungen umgehe, gibt es etwas, das mir wirklich schwerfällt – und das ist, darüber zu schreiben, was internalisierter Ableismus mit mir macht.
Da genau das –die Schwierigkeit, darüber zu schreiben -aber Ausdruck davon ist, versuche ich es heute trotzdem. „Wenn’s halt einfach doch nicht geht.“ weiterlesen

Warum Nazis nicht dumm sind.

Klick hier, wenn du das in einfacherer Sprache lesen magst.

Oder:
Warum gegen Nazis sein auch Anti-Ableismus bedeutet

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr wichtig ist, vor dem ich mich aber lange „gedrückt“ habe, weil ich weiß, dass die Abwehrreaktionen darauf meistens am stärksten sind. Das ist total in Ordnung, so ging es mir selbst auch – und das, obwohl ich betroffen bin.
Es geht um Ableismus (Behindertenfeindlichkeit).
„Hä? Was, ich hab nix gegen Behinderte!“, denkst du jetzt vielleicht. Und genau dann wäre es ABSOLUT GROßARTIG, wenn du diesen Eintrag bis zum Ende durchlesen würdest. ❤

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Rumpelstilzchen hat’s raus.

Ich habe keine Statistik darüber aufgestellt, wie oft mir Leute sagen, ich solle mich nicht aufregen – geschätzt passiert es etwa zwei Mal pro Woche. Selbstverständlich auf verschiedene Arten. Von „Das ist nun aber kein Grund, sich aufzuregen.“ bis „Naja -du regst dich halt gern auf, ne!?“ ist alles dabei.
Meistens macht mich das dann erst recht wütend, weil ich es generell unangebracht finde, über anderer Menschen Gefühle zu urteilen. So was steht für mich auf einer Stufe mit „NÖ. Deine Wahrnehmung ist falsch.“ und hat so wenig mit respektvoller Kommunikation auf Augenhöhe zu tun. „Rumpelstilzchen hat’s raus.“ weiterlesen

Die Sache mit den Pronomen.

(Dieser Blog-Eintrag knüpft an MisSirMindfuck an)

 

Ich war 12, als ich mich in Ash verliebte – und damit meine ich keine Person, sondern den Namen. Auch, wenn ihn heute fast alle mit Pokémon assoziieren: Damals wurde die Boygroup O-Town gerade ganz groß und einer der Jungs heißt eben Ashley.
Bis dahin war mir der Name nur als Frauenname geläufig und dass er auch für Männer verwendet werden konnte, faszinierte mich total. Also nannte ich meine Figur (damals zeichnete ich noch) Ashley.

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Zur Problematik des ZEIT-Artikels.

Inhaltswarnung: Transfeindliche Sprache, Erwähnung von Gewalt.

Nachdem mich ein paar Menschen gefragt haben, was ich über den ZEIT-Artikel von Andrea Roedig  (ACHTUNG! Transfeindlichkeit!)  denke bzw. was ich daran problematisch finde, bemühe ich mich nun, das möglichst nachvollziehbar zu beschreiben.
Verzeiht mir bitte, wenn es eher eine Auflistung als ein zusammenhängender Text wird – ich möchte das gern kurz abarbeiten und mich dann schöneren Themen widmen. 🙂

Ich musste schon bei der Überschrift kurz durchatmen, denn Trans-Sein als Trend darzustellen oder auch nur zu implizieren, es könne einer sein, ist schon eine krasse Nummer.  (Wer das nicht versteht, lese bitte das.)

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„Hilfe, ich diskriminiere!“ /Transfeindlichkeit

Inhaltswarnung: Nennung transfeindlicher Begriffe und Formulierungen, Schilderung transfeindlicher Situationen.

Hi Ash,

ich habe kürzlich eine Person kennengelernt, die sagt, sie wäre transsexuell oder transident.
Leider habe ich gar keine Ahnung, wie ich mich jetzt verhalten soll.
Ich glaube, ich habe schon ganz viele verletzende Dinge gesagt, aber ich verstehe nicht, warum. Was soll ich tun?

Liebe Grüße,
Miss Gender“

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In Gedenken.

Inhaltswarnung: Gewalt, Terror.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich heute überhaupt bloggen will. In Anbetracht dessen, was ganz aktuell wieder in der Welt passiert, fällt es mir sehr schwer, überhaupt etwas zu formulieren. So viele Leute sagen, „wir“ dürften uns von Anschlägen wie denen in Beirut und in Paris keine Angst machen lassen. Ich dagegen finde es sehr seltsam, unangenehme Emotionen selbst in derart dramatischen Situationen „verbieten“ zu wollen. „In Gedenken.“ weiterlesen

Zum Zusammenhang von Körpersprache, Lifestyle und Geschlechtshormonen

Momentan gibt es wieder so viele Themen, über die ich gern schreiben würde (schwule Mädchen und lesbische Jungs, ein feministisches Musikprojekt, das ich plane, darüber, warum ich „man“ und „jemand“ verwende,…), dass ich mich kaum entscheiden kann. Deswegen habe ich beschlossen, wieder etwas häufiger zu bloggen und dafür kürzere Einträge zu schreiben.

Nachdem ich das eigentlich längst tun wollte, heute also ein bisschen was dazu, wie Körpersprache und Lifestyle unseren Hormonhaushalt beeinflussen können, speziell bezogen auf „Geschlechtshormone“. „Zum Zusammenhang von Körpersprache, Lifestyle und Geschlechtshormonen“ weiterlesen