Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Blog-Eintrag zum Anhören: 

Eines der schwierigsten Dinge am Chronisch-Krank/beHindert-Sein ist für mich, einen Mittelweg zwischen Hoffnung und Resignation zu finden. Das wäre vermutlich sowieso schon alles andere als einfach, auch ganz ohne Input von anderen Menschen dazu. Dieser Input kommt aber ständig und erschwert die Sache extrem. Ratschläge wie: „Mach doch mal Yoga“, „Hast du schon Diät XYZ ausprobiert?“, „Geh doch mal mehr an die frische Luft.“ und ähnlicher – oft sehr übergriffiger – Schmu, den ich (und andere chronisch Kranke) regelmäßig höre mag zwar gut gemeint sein, hat aber dennoch keine angenehme Wirkung. „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ weiterlesen

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„Darf ich auf deine Brüste stehen?“

Es gibt ein paar Fragen, die mir cis Leute immer wieder in sehr ähnlicher Form stellen – meistens, wenn wir auf einer Flirt-Ebene Kontakt haben, manchmal aber auch einfach so, wenn’s um meine Geschlechtsidentität geht.
(Cis ist das Gegenteil von trans – cis sind also Menschen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, identifizieren.)
Ich schreibe die Fragen und meine Antworten darauf heute mal auf und hoffe, dadurch ein bisschen aufklären zu können.

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Rumpelstilzchen hat’s raus.

Ich habe keine Statistik darüber aufgestellt, wie oft mir Leute sagen, ich solle mich nicht aufregen – geschätzt passiert es etwa zwei Mal pro Woche. Selbstverständlich auf verschiedene Arten. Von „Das ist nun aber kein Grund, sich aufzuregen.“ bis „Naja -du regst dich halt gern auf, ne!?“ ist alles dabei.
Meistens macht mich das dann erst recht wütend, weil ich es generell unangebracht finde, über anderer Menschen Gefühle zu urteilen. So was steht für mich auf einer Stufe mit „NÖ. Deine Wahrnehmung ist falsch.“ und hat so wenig mit respektvoller Kommunikation auf Augenhöhe zu tun. „Rumpelstilzchen hat’s raus.“ weiterlesen